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EFSA treibt die Risikobewertung von PFAS mit modernsten Methoden voran

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat einen bahnbrechenden Bericht veröffentlicht, in dem die immunotoxischen Wirkungen von Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS) unter Verwendung von „New Approach Methodologies“ (NAMs) untersucht werden. Diese Studie stellt einen bedeutenden Fortschritt beim Verständnis dar, wie PFAS die Immunfunktion beeinträchtigen können – und wie moderne Teststrategien die Entscheidungsfindung der Regulierungsbehörden unterstützen können.

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Warum PFAS von Bedeutung sind

PFAS eine Gruppe synthetischer Chemikalien, die in den unterschiedlichsten Produkten verwendet werden – von Antihaft-Kochgeschirr bis hin zu Feuerlöschschäumen. PFAS sind für ihre Langlebigkeit in der Umwelt und im menschlichen Körper bekannt und werden mit einer Reihe von Gesundheitsrisiken in Verbindung gebracht. Zu den dringlichsten gehört ihr Potenzial, Immunreaktionen zu unterdrücken, was unter anderem zu einer verminderten Wirksamkeit von Impfstoffen und einer erhöhten Anfälligkeit für Infektionen führen kann.

Zwar haben frühere epidemiologische Studien Alarm geschlagen, doch die Mechanismen hinter diesen Effekten blieben bislang unklar – bis jetzt.

Ein neuer Ansatz zur Risikobewertung

Das Projekt der EFSA zielte darauf ab, wichtige Datenlücken zu schließen, die in ihrem Gutachten zu PFAS aus dem Jahr 2020 identifiziert worden waren. Das Team konzentrierte sich auf vier Substanzen: PFOS, PFOA, PFNA und PFHxS. Dabei kam eine integrierte Teststrategie (ITS) zum Einsatz.

Dieser mehrgleisige Ansatz ermöglichte es den Wissenschaftlern, nicht nur zu untersuchen, ob PFAS immunotoxisch sind, sondern auch, wie und warum.

Wichtigste Ergebnisse

Die Studie:

  • Bestätigte, dass alle vier getesteten PFAS-Typen das Potenzial aufweisen, das Immunsystem zu unterdrücken, wobei PFOS und PFOA am schädlichsten sind.
  • deutete darauf hin, dass diese im Labor beobachteten immunotoxischen Effekte wahrscheinlich bereits bei realistischen Expositionskonzentrationen auftreten würden.
  • prognostizierte ein erhöhtes Risiko durch eine geschwächte Impfantwort, insbesondere bei empfindlichen Bevölkerungsgruppen.
  • Diese Erkenntnisse sind von entscheidender Bedeutung für Aufsichtsbehörden, Forscher und Umweltlabore, die daran arbeiten, PFAS-Risiken zu bewerten und zu mindern.

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel.

Was dies für Umweltlabore bedeutet

Für Labore wie das unsere ist diese Studie ein Aufruf zum Handeln – und eine Quelle der Inspiration. Sie verdeutlicht, wie wirkungsvoll die Kombination fortschrittlicher zellbasierter Assays mit computergestützter Modellierung ist, um aussagekräftige, mechanistische Daten zu generieren. Angesichts sich weiterentwickelnder regulatorischer Rahmenbedingungen werden Labore, die NAMs einsetzen, besser in der Lage sein, die Einhaltung von Vorschriften, Innovation und die öffentliche Gesundheit zu unterstützen.

Bei Normec untersuchen wir bereits, wie wir NAMs in unsere Umweltprüfdienstleistungen integrieren können. Von PFAS bis hin zu Mikroplastik – wir sind bestrebt, an der Spitze von Wissenschaft und Nachhaltigkeit zu bleiben.