
Projekt
Die Verwendung von Kunststoffprodukten hat aufgrund ihrer Vielseitigkeit, einfachen Herstellung und Erschwinglichkeit erheblich zugenommen. Die übermäßige Produktion und Entsorgung von Kunststoffen hat jedoch zu Umweltbedenken geführt. Verpackung und Bauwesen sind die größten Endverbrauchsmärkte für Kunststoffe in der EU. Die Landwirtschaft ist ein weiterer wichtiger Abnehmer, wobei Kunststoffprodukte wie Mulchfolien, Dünger mit kontrollierter Freisetzung und Baumschutzvorrichtungen weit verbreitet sind. Diese Produkte bieten zwar Vorteile wie Wassereinsparung, Unkrautbekämpfung und höhere Erträge, bergen jedoch auch Risiken der Bodenverschmutzung und Umweltbelastung. Der Großteil der landwirtschaftlichen Kunststoffe wird weder gesammelt noch recycelt, was zu unsachgemäßer Entsorgung und Deponierung führt. Andere Kunststoffprodukte, wie Rasennetze und Füllmaterialien, sind nicht biologisch abbaubar und lassen sich nur schwer für das Recycling zurückgewinnen.
Um diese Probleme anzugehen, zielt SOUL darauf ab, neuartige, biologisch abbaubare Materialien mit hohem Anteil an nachwachsenden Rohstoffen zu entwickeln. Die Konsortialpartner werden sich auf die Herstellung neuer Materialien, die Umwandlung bestehender Kunststoffprodukte und die Entwicklung nachhaltiger Lösungen für das Ende der Lebensdauer konzentrieren. Durch die Bewältigung der Abfallwirtschaft, die Verringerung des CO₂-Fußabdrucks und die Vermeidung von Bodenverunreinigungen will SOUL zu einer nachhaltigeren und kreislauforientierten Kunststoffwirtschaft beitragen.
SOUL wird auf TRL8-Niveau unter Berücksichtigung einer kreislauforientierten Bioökonomie und eines Multi-Akteurs-Ansatzes eine vollständige Wertschöpfungskette zur Herstellung von 11 innovativen biobasierten und im Boden biologisch abbaubaren Produktlösungen aufbauen, die einer hohen Marktnachfrage entsprechen, durch die Kombination von 3 Bausteinen und 8 Technologien, wobei Lösungen mit einem Anteil von 95 % erneuerbarer Rohstoffe erreicht werden und gleichzeitig eine Plattform gewährleistet wird, die den unterschiedlichen Anwendungsanforderungen gerecht wird.
Koordinator
FUNDACION AITIIP (Spanien)
Partner
FUNDACION AITIIP (Spanien), NOVAMONT SPA (Italien), NOVAMONT IBERIA S.L. (Spanien), EVOENZYME SL (Spanien), AGENCIA ESTATAL CONSEJO SUPERIOR DE INVESTIGACIONES CIENTIFICAS (Spanien), MOSES PRODUCTOS SL (Spanien), AMORIM CORK SOLUTIONS, S.A. (Portugal), Tenax S.p.A. (Italien), SICOR SOCIEDADE INDUSTRIAL DE CORDOARIA SA (Portugal), Samco Agricultural Manufacturing Limited (Irland), ASOCIACION ESPAÑOLA PARA EL DESARROLLO Y TRANSFERENCIA TECNOLOGICA EN LA AGRICULTURA Y LA GANADERIA – ASETAGA (Spanien), INSTYTUT UPRAWY NAWOZENIA I GLEBOZNAWSTWA, PANSTWOWY INSTYTUT BADAWCZY (Polen), AIMPLAS – ASOCIACION DE INVESTIGACION DE MATERIALES PLASTICOS Y CONEXAS (Spanien), NORMEC OWS (Belgien), ALMA MATER STUDIORUM – UNIVERSITA DI BOLOGNA (Italien), HOLOSS – HOLISTIC AND ONTOLOGICALSOLUTIONS FOR SUSTAINABILITY, LDA. (Portugal), RE SOIL FOUNDATION (Italien), EUROPEAN BIOECONOMY BUREAU (Belgien), Bedoukian Research Switzerland Sàrl (Schweiz)
Aufgaben von Normec OWS
- Leiter des Arbeitspakets 5: Demonstration der End-of-Life-Szenarien und der Kreislaufwirtschaft der Wertschöpfungsketten
- Bewertung des biologischen Abbaus und der Ökotoxizität in verschiedenen Umgebungen sowie der Auswirkungen der entwickelten Formulierungen auf die Bodenfruchtbarkeit
- Bewertung der Eignung der entwickelten Materialien für das organische Recycling durch industrielle Kompostierung und anaerobe Vergärung
- Beitrag zur Normungsarbeit hinsichtlich der biologischen Abbaubarkeit im Boden und bei der anaeroben Vergärung



Das Projekt wird vom Gemeinsamen Unternehmen „Circular Bio-based Europe“ (CBE JU) und dessen Mitgliedern unterstützt. Finanziert durch die Europäische Union. Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind jedoch ausschließlich die der Autoren und spiegeln nicht unbedingt die der Europäischen Union oder des CBE JU wider. Weder die Europäische Union noch das CBE JU können dafür haftbar gemacht werden.