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CHAMPION

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Kreislaufbasierte, hochleistungsfähige Aza-Michael-Polymere als innovative Materialien aus der Natur. Laufzeit: 1. Juni 2020 – 30. November 2023

Projekt

Das Ziel von CHAMPION ist es, zu entwickeln und nachzuweisen, dass neuartige biobasierte Polymere effizient synthetisiert und in Hochleistungsanwendungen eingesetzt werden können, die über den Kunststoffbereich hinausgehen und in denen die derzeitigen petrochemisch hergestellten Materialien nicht vollständig zweckmäßig sind. Zu den im Rahmen von CHAMPION zu entwickelnden Technologien gehören die reduktive Aminierung biobasierter Chemikalien zur Herstellung neuartiger nachhaltiger Diamin-Monomere, die Anwendung der Aza-Michael-Chemie auf vollständig biobasierte Polymere sowie die Herstellung biobasierter ungesättigter Polyester aus sekundären Alkohol-Diolen im Kilogramm-Maßstab. Die neuen Materialien werden von Grund auf kreislaufwirtschaftlich konzipiert und entsprechend bewertet, wodurch sie den derzeitigen Materialien überlegen sind, da sie (chemische) Recyclingfähigkeit oder biologische Abbaubarkeit gewährleisten. Die Anwendungen werden von vier relevanten Endnutzern aus der Industrie in den Bereichen Beschichtungen, Textilien, Haushaltspflegeformulierungen und Strukturklebstoffe getestet. Nach einer Vorauswahl aus einer Vielzahl weiterer Kandidaten werden bis zu 12 biobasierte Materialien umfangreichen Leistungstests unterzogen.

Die Toxizität der Materialien, ihrer Vorläufer und Abbauprodukte (z. B. während der biologischen Zersetzung) wird ebenso bewertet wie die ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der neuen biobasierten Wertschöpfungsketten, die durch diese Materialien entstehen („Safe by Design“). Im Rahmen einer Nachhaltigkeitsbewertung über den gesamten Lebenszyklus („Cradle-to-Grave“) werden die von kommerziellen Produkten gesetzten Maßstäbe herangezogen, um Leistung, Ressourceneffizienz und reduzierte Treibhausgasemissionen zu quantifizieren. Die Hersteller von zwei biobasierten chemischen Zwischenprodukten im Konsortium werden neue branchenübergreifende Verbindungen mit den vier Endanwendern knüpfen und so zusätzliche Geschäfts- und Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen. Die Verbreitung und Verwertung der Ergebnisse soll die Grundlage für neue Wertschöpfungsketten schaffen und als Grundlage für Normen dienen, die zur Beschreibung neuer Anwendungen biobasierter Produkte geeignet sind. Mindestens zwei biobasierte Materialien sollen den TRL-Level 5 erreichen, während weitere im Rahmen des Projekts in der Pipeline für die Weiterentwicklung vorgesehen sind.

Koordinator

UNIVERSITY OF YORK (Vereinigtes Königreich)

Partner

UNIVERSITY OF YORK (Vereinigtes Königreich), STICHTING WAGENINGEN RESEARCH (Niederlande), BioDetection Systems B.V. (Niederlande), Teknologian tutkimuskeskus VTT Oy (Finnland), PROCESS DESIGN CENTER BV (Niederlande), Normec OWS (Belgien), CIRCA SUSTAINABLE CHEMICALS LIMITED (Vereinigtes Königreich), UNILEVER U.K. CENTRAL RESOURCES LIMITED (Vereinigtes Königreich), NOVA-UNSTITUT FÜR POLITISCHE UND ÖKOLOGISCHE INNOVATION GMBH (Deutschland), AVA BIOCHEM BSL AG (Schweiz), STAHL INTERNATIONAL BV (Niederlande), ORINEO BVBA (Belgien), SQ CONSULT B.V. (Niederlande), Scott Bader Co Ltd (Vereinigtes Königreich)

Aufgaben von Normec OWS

  • Leiter des Arbeitspakets 7
  • Untersuchung des biologischen Abbaus der entwickelten Verbindungen in verschiedenen Umgebungen, um biologische Entsorgungsmöglichkeiten am Ende der Lebensdauer sowie die Auswirkungen einer versehentlichen Freisetzung zu ermitteln
  • Untersuchung der Eignung für das organische Recycling durch anaerobe Vergärung und/oder Kompostierung

Ansprechpartner

Herr Steven Verstichel
steven.verstichel@normecgroup.com

Steven Verstichel

Dieses Projekt wurde vom Gemeinsamen Unternehmen „Bio Based Industries“ (JU) im Rahmen der Fördervereinbarung Nr. 887398 finanziell unterstützt. Das JU wird durch das Forschungs- und Innovationsprogramm „Horizont 2020“ der Europäischen Union und das Bio Based Industries Consortium gefördert.

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