
Projekt
RECOVER ist ein bahnbrechender RIA-Vorschlag, der auf den tatsächlichen Bedürfnissen basiert, die Verschmutzung landwirtschaftlicher Flächen durch nicht biologisch abbaubare Agrarkunststoffe zu bekämpfen sowie die kommunale Abfallwirtschaft zu verbessern, indem der Verpackungsanteil, der in nicht nachhaltige Abfallentsorgungswege gelangt, drastisch reduziert wird.
Wir beabsichtigen, unsere ehrgeizigen Ziele durch den Einsatz biotechnologischer Lösungen zu erreichen, die symbiotische Bioprozesse zwischen bereits beschriebenen hochwirksamen Mikroorganismen über mikrobiotische Systeme umfassen, die von verschiedenen Insektenarten übertragen werden. Eine der wichtigsten Innovationen unseres Vorschlags ist die Kombination von endogenen und exogenen Mikroorganismen und deren Inokulation auf Insekten. Dies ermöglicht es, einen höheren Grad an biologischem Abbau und gleichzeitig die direkte Umwandlung von Kunststoffabfällen aus der Agrar- und Lebensmittelindustrie in Insektennebenprodukte wie Chitin zu erreichen, das in Chitosan (das aufgrund seiner antimikrobiellen Wirkung als hochwertiger Rohstoff für Biokunststoffe und für andere interessante industrielle Anwendungen dient), das in aktiven Verpackungen, verbesserten Mulchfolien und Bio-Düngemitteln zum Einsatz kommen wird.
RECOVER wird dazu beitragen, neuartige biotechnologische Lösungen unter Einsatz von Mikroorganismen, Enzymen und Insekten bereitzustellen, um Abfallströme aus herkömmlichen Kunststoffverpackungen und landwirtschaftlichen Folien abzubauen, und gleichzeitig neue Rohstoffe für die biobasierte Industrie zu erschließen. Der Prozess wird optimiert und entweder ex situ in Kompostierungsreaktoren (bevorzugter Ansatz für nicht recycelbare Kunststoffe aus Siedlungsabfällen oder für landwirtschaftliche Folien, die leicht gesammelt werden können) oder in situ im Falle der biologischen Sanierung von Bodenverunreinigungen, z. B. durch Mulchfolien, durchgeführt und trägt so weiter zur langfristigen Entfernung nicht biologisch abbaubarer Polymere aus der Umwelt bei. Darüber hinaus kann RECOVER das Problem der Mikroplastikbelastung sowohl auf der Ebene der industriellen Kompostierung als auch im Boden lösen.
Koordinator
Universidad de Almería (Spanien)
Partner
Universidad de Almería (Spanien), Università di Pisa (Italien), Asociación Agraria Jóvenes Agricultores España (Spanien), BRUNEL University (Großbritannien), Universidad Miguel Hernández de Elche (Spanien), Hochschule Albstadt-Sigmaringen (Deutschland), NATURPLÁS PLÁSTICOS AGRICOLAS, S.L. (Spanien), ASA SPEZIALENZYME GmbH (Deutschland), NUTRINSECT SRL (Italien), IRIS Technology Solutions, S.L. (Spanien), Organic Waste Systems N.V. (Belgien), IDELUX Environment (Belgien), FEMTO ENGINEERING SRL (Italien), Indgedient Odyssey LDA – Entogreen (Portugal), CARTON BROS. – MANOR FARM (Irland), ENCO ENGINEERING SRL (Italien), S.A. Agricultores de la Vega de Valencia (Spanien)
Aufgaben von Normec OWS
- Leiter von Arbeitspaket 4
- Prüfung der biologischen Abbaufähigkeiten der entwickelten angereicherten Mikroorganismenkonsortien (ex situ und in situ)
- Untersuchung der optimalen Betriebsbedingungen für den biologischen Abbau
- Skalierung des Ex-situ-Abbauprozesses
Kontakt
Herr Steven Verstichel
steven.verstichel@normecgroup.com


Dieses Projekt wurde vom Gemeinsamen Unternehmen „Bio Based Industries“ (JU) im Rahmen der Fördervereinbarung Nr. 887398 finanziell unterstützt. Das JU wird durch das Forschungs- und Innovationsprogramm „Horizont 2020“ der Europäischen Union und das Bio Based Industries Consortium gefördert.